Ref: 031401
1. Einleitung
Ein Erfahrungsbericht zum Einsatz einer terristischen Richtfunkverbindung zwischen zwei universitären Einrichtungen ist normalerweise aus wissenschaftlich-technischer Sicht nichts Neues. An der deutsch-polnischen Grenze, die in Frankfurt (Oder) . a. durch die Zusammenarbeit der Europa-Universität Viadrina mit dem Collegium Polonicum gekennzeichnet ist, ist es schon ein Pilotprojekt, das beispielgebenden Charakter hat. Aus diesem Grunde sind die technischen Aspekte des Ausbaus der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur vielleicht von nachgeordneter Bedeutung im Rahmen des EUNIS, d. h. der Rahmen in dem sich die Zusammenarbeit vollzieht erklärt das besondere Anliegen des Projektes.
Am 21.12.1993 wurde die Euroregion Pro Europa Viadrina gegründet. Der Region gehören von der deutschen Seite die Landkreise Oder-Spree und Märkisch Oderland und die Stadt Frankfurt (Oder) an. Die Region umfaßt auf polnischer Seite ca. 5.000 und auf deutscher Seite ca. 4.700 Quadratkilometer. In der Region leben 345.000 polnische und 449.000 deutsche Bürger. Die Pro Europa Viadrina-Region ist etwas Besonderes, da sie an der EG-Außengrenze liegt und ein gemeinsamer Aufbau sich besonders kompliziert gestaltet. Die Infrastruktur in der Grenzregion ist unterentwickelt und es gibt Störungen in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit infolge der Wiedervereinigung Deutschlands, insbesondere durch weitgehende Entindustriealisierung in Ostbrandenburg. Ziel ist es in der Grenz- und Euroregion durch die Arbeit der Adam-Mickiewicz-Universität Poznan mit der Einrichtung des Collegium Polonicum und der Europa-Universität Viadrina den wirtschaftlichen, wissenschaftlichen, kulturellen, sozialen und kommunikativen Austausch zu befördern.
2. Historische Aspekte
Die Neugründung der Europa-Universität Viadrina am 15. Juli 1991 knüpft nach 180 Jahren Unterbrechung an die universitären Traditionen der alten Alma mater Viadrina an. Die neuen Aspekte werden durch die Förderung der Europa-Idee im Partnerschaftsvertrag mit dem Collegium Polonicum festgehalten, der am 06. September 1991 abgeschlossen wurde.
Der Studienbetrieb an der Alma mater Viadrina fand von 1506 bis 1811 statt. Frankfurt (Oder) war rund 300 Jahre lang Stadt der ersten Landesuniversität von Brandenburg und die Alma mater Viadrina war die bedeutendste Bildungsstätte für den brandenburg-preußischen Staat. Es wurde an vier Fakultäten, der juristischen, der theologischen, der medizinischen und der philosophischen gelehrt und studiert. In über 25 Disziplinen (. a. in Rhetorik, Geschichte, Astronomie, Mathematik und Chemie) trug die Universität zum Fortschritt der Wissenschaft bei. Über 55.000 junge Leute studierten an der Alma mater Viadrina. Zu den bekanntesten zählten die Gebrüder Humboldt, Ulrich von Hutten, Carl-Philipp-Emanuel Bach, Thomas Münzer und Heinrich von Kleist.
Am 05. Oktober 1990 wurde der Verein der Freunde und Förderer der Frankfurter Universität gegründet und im Dezember des gleichen Jahres wird in der brandenburgischen Regierungserklärung die Gründung der Europa-Universität angekündigt. Das erste Akademische Jahr beginnt am 19. Oktober 1992 und am 22. Januar erfolgt die Aufnahme der Europa-Universität Viadrina in die Anlage zum Hochschulverzeichnis.
Parallel dazu vollzieht sich die Gründung des Collegium Polonicums in Slubice auf der Grundlage einer Übereinkunft zwischen dem Ministerium für Nationale Bildung der Republik Polen und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Das Collegium Polonicum ist als gemeinsame Einrichtung der Adam-Mickiewicz-Universität Posnan und der Europa-Universität Viadrina errichtet und wird von beiden Universitäten mit dem Ziel der Ergänzung des Forschungs- und Lehrangebotes der Viadrina und der Entwicklung und Unterstützung der regionalen und überregionalen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit errichtet.
Die feierliche Grundsteinlegung für das Gebäude des Collegium Polonicum erfolgt am 16. Oktober 1992 und im Wintersemester 1993/94 veranstaltet die Juristische Fakultät der Viadrina unter Einbeziehung polnischer Wissenschaftler die Zusatzausbildung polnischer Jurastudenten im polnischen Recht.
3. Das heutige Profil der Viadrina
An der Europa-Universität wird an drei Fakultäten (Juristische Fakultät, Kulturwissenschaftliche Fakultät und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät) gelehrt und geforscht. Der besondere Charakter der Zusammenarbeit mit Polen kommt auch in der Studierendenübersicht zum Ausdruck.
Fach Gesamtzahl darunter andere Polen AusländerRechtswissenschaft 1.024 332 13
Betriebswirtschaftslehre 641 343 21
Volkswirtschaftslehre 119 40 4
Internationale Betriebswirtschaftslehre 91 10 6
Kulturwissenschaften 446 159 40
Summe 2.321 889 84
Es gibt drei Institute an der Europa-Universität Viadrina:
- das Frankfurter Institut für Transformationsforschung (F.I.T. - 1995
gegründet) mit dem Ziel einen wissenschaftlichen Beitrag zur
Transformation von Wirtschaftssystemen und zur Neuordnung der
Gesellschaften Mittel- und Osteuropas zu leisten
- das Interdisziplinäre Zentrum für Ethik (IZE) mit dem Ziel
wissenschaftlich auf dem Gebiet der Ethik und Philosophie mit Osteuropa
(insbesondere mit dem Philosophischen Institut der Universität Warschau)
zur arbeiten
- das Heinrich von Kleist Institut für Literatur und Politik mit dem Ziel
der interdisziplinären Arbeit auf dem Gebiet der Geistes- und
Sozialwissenschaften.
4. Das Collegium Polonicum
Das Collegium Polonicum ist eine neue Form grenzüberschreitender Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Forschung und Lehre. Es dient der Festigung der wissenschaftlichen Beziehungen und Zusammenarbeit der beiden Universitäten durch gemeinsame wissenschaftliche Tagungen, Konferenzen, Seminare und Kollegien. Das Collegium Polonicum ist darüber hinaus eine wissenschaftliche Begegnungsstätte für die Universitäten der Länder Ost- und Mitteleuropas und stellt besondere Lehrangebote der beteiligten Universitäten zur Verfügung. Im Collegium Polonicum sollen Fachrichtungen zu Wirtschafts- und Regionalstudien, zur Kulturwissenschaft und zur Rechtswissenschaft vertreten sein. Das CP wird auch eine eigene Verwaltungsstruktur besitzen.
5. Die Partneruniversitäten im Überblick
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Gründungsjahr: 1991
Fakultäten:Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften
(Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Internationale BWL),
Kulturwissenschaften (mit interdisziplinärer Ausrichtung unter
Beteiligung von Kulturphilosophie, vergleichender Sozialwissenschaft,
Kulturgeschichte, Literaturwissenschaft, Lingusiek), interdisziplinäre
Forschungsinstitute für Tranzinformationsstudien, Ethik, Literatur,
und Politik.
Studentenzahl: 2.300 (1997
Rektor: Prof. Dr. Hans N. Weiler
Profil: Europäisch ausgerichtete Universität, die
Brückenform zwischen Ost- und Westeuropa übernimmt; besondere Rolle
der deutsch-polnischen Beziehungen; 30 % aller Studenten kommen aus Polen;
Verzahnung der Lehprogramme aller Fakultäten; interdisziplinärer
Charakter der Kulturwissenschaften; intensiver Fremdsprachenunterricht
AdamMickiewicz-Universität Posnan
Gründungsjahr: 1919
Fakultäten: Biologie, Chemie, Polnische und Klassische Philologie,
Physik, Geschichte,
Mathematik und Informatik, Sozialwissenschaften, Philogie der neuen
Sprachen, Rechts- und Verwaltungswissenschaften, Pädagogik
Studentenzahl: 26.700 (1995)
Rektor: Prof. Dr. habil. Stefan Jurga
Profil: Eine modern verwaltete Universität mit starker Beteiligung
an internationalen Forschungsprogrammen; 30 Partnereinrichtungen
in der ganzen Welt;
2.000 wissenschaftliche Mitarbeiter, darunter 400 Professoren; 200
wissenschaftliche Veröffentlichungen jährlich;
Universitätsbibliothek mit 4,3 Mio.
Bänden
6. Information und Kommunikation
Die Realisierung der Anforderungen an Aufgaben an die zentrale
universitäre Informationsverarbeitung und an die Kommunikation wird an der
Europa-Universität Viadrina durch das Fachreferat Allgemeine
Datenverarbeitung (ADV), das dem Kanzler als Verwaltungseinheit unterstellt
ist, realisiert. Das Fachreferat ADV arbeitet in den drei Gruppen:
1. PC-Lokale Netzwerke-Novell Administration
2. Netze- und Netzdienste
3. HIS (Hochschulinformationssystem)
Zu den Hauptarbeitsgebieten im Jahre 1996 zählten . a.:
Ausbau der IuK-Infrastruktur
- Einsatzvorbereitung und Inbetriebnahme des WiNShuttle-Anschlusses
für Schulen, öffentliche Einrichtungen, Einzelpersonen und
Institutionen der Stadt Frankfurt (Oder) und der Region,
- Einsatzvorbereitung und Inbetriebnahme des B-WiN-Anschlusses (Breitband-
Wissenschaftsnetz) in Zusammenarbeit mit dem DFN-Verein (Deutsches
Forschungsnetz), der Deutschen Telekom und dem Institut für
Halbleiterphysik,
- Aufbau und Inbetriebnahme des Universitätsnetzes im Hauptgebäude
der Universität und Inbetriebnahme eines zentralen Serverraumes im
Fachreferat ADV
- Aufbau und Inbetriebnahme einer Richtfunkverbindung zwischen dem
Hauptgebäude der Universität und den Gebäudekomplex
Robert-Havemann-Str. in Zusammenarbeit mit dem Landesbauamt,
- Ausbau der Informations- und Kommunikations-Infrastruktur für das
Dezernat 1 (Logenstr.) und für die Forschung und Lehre in der
Robert-Havemann-Str. 1 und 4.
Software für Forschung und Lehre
- Anschluß an den neuen Select-Vertrag der Universität Potsdam
über Microsoft Produkte,
- Anschluß an Campuslizenzvertrag für AutoDesk-Produkte, der
Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus
- Zugangsberechtigung für ASK-Softwareshop
- Symantec Rahmenvertrag mit dazugehöriger Autorisierung der Hochschule
durch Symantec GmbH
- Site License von TSP VERS. 4.3
- Borland FuLP-Vertrag
- Anschluß an Campuslizenzvertrag der Universität Potsdam über
SPSS für Windows
- Verlängerung der Teilnahme an SAS-Landeslizenz
- Abschluß einer Kyrillica-Mehrfachlizenz
Organisation und Beschaffung
- Einsatzvorbereitung und Beschaffung von SUN-Servern zur Nutzung der
jeweiligen Moduln des Hochschulinformationssystem in den Dezernaten 1 und 3
- Beschaffung und Einsatzvorbereitung für zwei Firewallsysteme in der
Verwaltung im Rahmen der Bestimmungen zum Datenschutz
- Beschaffung und Einsatzvorbereitung eines Backup-Systems für den Einsatz
der Programme des Hochschulinformationssystems
- HBFG-Antragstellung (Hochschulbauförderungsgesetz) zum Ausbau der
HIS-Server-Technik (Dezernate 2 und 4) und zur Konkretisierung eines
elektronischen Archivsystems
- Einsatzvorbereitung und Inbetriebnahme eines zentralisierten RAID-Systems
- Einsatzvorbereitung und Inbetriebnahme sowie die Novell-Netz-Einbindung eines zentralen Farbkopierers
Support für Forschung und Lehre
- Organisation, Aufbau, Inbetriebnahme und Übergabe von CIP-Pools:
1 Multimedia-CIP-Pool (Kulturwissenschaftliche Fakultät)
2 PC-CIP-Pools (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
1 PC-CIP-Pool (Rechtswissenschaftliche Fakultät)
- Organisation, Aufbau, Installation und Inbetriebnahme eines WAP-Clusters
für das F.I.T.
Öffentlichkeitsarbeit
Zur aktuellen Information auf dem Gebiet der IuK-Infrastruktur und zur
Bekanntgabe von operativen Regelungen und zur Bekanntgabe von operativen
Regelungen zum Einsatz der Hard- und Software, gab die ADV zwei Zeitungen
heraus. Zur umfassenden Dokumentation der ADV-Leistungen erschien im März
1996 der Jahresbericht ADV-1995.
Mitarbeit in Gremien
Das Fachreferat ADV arbeitete im Jahre 1996 aktiv in folgenden
Arbeitsgremien mit:
- ZKI e.V. (Zentren für Kommunikation und Information in Forschung und
Lehre)
- DFN - Mitgliederversammlung und Benutzergruppe
- Arbeitsgruppe - Hochschulsoftwarelizenzen des ZKI
- EUNIS (European University Information System)
7. Der Aufbau der Richtfunkverbindung
Die Europa-Universität Viadrina hat zur Zeit fünf Gebäudekomplexe, die durch in den drei Fällen mit Lichtwellenleiterkabel miteinander verbunden sind. Zwei Gebäudekomplexe sind im Rahmen des Aufbaus der Universität derzeit mit einer Richtfunkverbindung an das Hauptgebäude, wo sich der 34 Mbit/s - WiN-Knoten des DFN befindet, angeschlossen.
Auf der Grundlage der Erfahrungen des Einsatzes einer 38 GHz-Richtfunkstrecke
wurde die Zusammenarbeit mit dem Collegium Polonicum zum Ausbau der
IuK-Infrastruktur organisiert. Im Zusammenhang mit den vorangegangenen
Funkinstallationen stand die Auswahl der Technik. Als Übertragungsmedien
wurden zunächst:
- die Übertragung auf der Basis eines gebündelten Infrarotlichtes
- eine Laser- Hochleistungsstrecke (optische Übertragungstechnik mit
Infrarot-Lasergeräten) und eine 38 GHz-Richtfunkstrecke
in Betracht gezogen.
Auf der Grundlage vorliegender Erprobungsberichte anderer Universitäten in Deutschland und wegen der regionalen und örtlichen Besonderheiten (Odertal mit erhöhtem Nebelaufkommen) und der eigenen Erfahrungen eines stabilen Dauerbetriebes zwischen den Gebäudekomplexen der Europa-Universität fiel dann auch die Entscheidung für das Collegium Polonicum eine 38 GHz-Richtfunkstrecke in Betrieb zu nehmen (Aufbau siehe Anlage 1). Das geplante Richtfunksystem bietet eine sofort einsetzbare und kostengünstige Alternative zur Sprach- und Datenübertragung gegenüber herkömmlichen Lichtwellenleiterverkabelungen, was wegen der Situation des Grenzflusses (Oder) und dem Vorhandensein nur eines städtischen Übergangs von Frankfurt (Oder) nach Slubice, viele Probleme durch die Leitungsverlegung (Schachtarbeiten, territoriale und staatliche Hoheiten und damit Genehmigungsverfahren) bereitet.
Die Sendeeinheit (ODU) besteht aus einem kompakten Sende- und Empfangsteil, das mit einer wetterfesten Parabolantenne direkt gekoppelt ist. Die Steuereinheit (IDU) besteht aus einem Gerät, das im Gebäude installiert wird und die Funktion von Schnittstellen, digitalem Multiplexer, Modulator und Zwischenfrequenzgenerator beinhaltet. Gleichzeitig sind Alarm- und Diagnose- sowie Systemüberwachungsmodule eingebaut, auf die über eine spezielle Schnittstelle zugriffen werden kann. Zwischen der Steuer- und Sendeeinheit ist nur eine Koaxialkabel erforderlich. Bis 300 m Abstand ist eine Arbeit ohne Leistungsverlust möglich.
Zur Einführung des System konstituierte sich eine Arbeitsgruppe aus
Mitarbeitern des Collegium Polonicums (Verwaltungsdirektor, DV-Mitarbeiter,
Bibliotheksmitarbeiter) und dem Fachreferat ADV (Leiter, Gruppenleiter Netze-
und Netzdienste, Gruppenleiter PC-LAN-Novell-Administration). Die Arbeitsgruppe
definierte die Zusammenarbeit (gemeine Arbeiten), die Etappen nach denen
geplant wird und die Einzelaktivitäten auf der jeweiligen nationalen
Seite. Zu den definierten Etappen gehört:
- Gründung der Arbeitsgruppe und Festlegung des Arbeitsplanes und
Organisation der Zusammenarbeit 20. Januar 1997
- Definition der technischen Parameter und Ausschreibung der Technik
02. Mai 1997
- Vergabe des Auftrages mit definierten Leistungsumfang 20. Juni 1997
- Beginn des Montagebeginns auf der deutschen und polnischen Seite
04. Juli 1997
- Geplante Inbetriebnahme der Richtfunkstrecke und Erprobung bis zur Aufnahme
des Lehrbetriebes im ersten Bauabschnitt des Collegiums Polonicums
ab 24. Oktober 1997.
Mit dieser Aufgabenstellung und monatlichen Beratungsterminen stellte sich die Arbeitsgruppe ein terminlich, fachlich und organisatorisch ein sehr ehrgeiziges Projektziel.
Im Vorfeld der technischen Realisierung konnte die Finanzierung mit ca. 160.000 DM aus dem Programm Interreg II sichergestellt werden. Die Kofinanzierung übernahm die Europa-Universität Viadrina.
8. Fazit
Die Realisierung eines solchen Projektes ist gewissermaßen Neuland in der universitären Zusammenarbeit im Informations- und Kommunikationsbereich und zugleich ein Musterbeispiel für die Verflechtung der Wissenschaft zwischen einem EU-Mitgliedsstaat und einem mitteleuropäischen Reformstaat. Vielfach nicht geklärte Rechtsfragen bereiten hin und wieder Zuständigkeits- und Koordinierungsprobleme, wie beispielsweise finanzielle Regelungen, Fragen des Warenverkehrs und der zeitweisen Überlassung von Hard- und Software, Genehmigungsverfahren der zuständigen Einrichtungen für die Frequenzvergabe und die Standortvergabe (BAPT-Bundesamt für Post und Telekommunikation in Deutschland oder PAR-Polnische Agentur für Radiokommunikation) in der Republik Polen.
Mit dem Aufbau einer terristischen Richtfunkstrecke wird ein Beitrag zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der IuK-Infrastruktur geleistet. Der Beitrag ordnet sich ein in eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Pro Europa Viadrina-Region und schafft eine Basis zur Zusammenarbeit in den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen.
Copyright EUNIS 1997 Y.E.